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Der vierte Mann


Mit Hans Meyer rückt ein Mann mit Gewicht ins Borussen-Präsidium
Hans Meyer ist auch mit 68 noch eine beeindruckende Persönlichkeit. Der Mann, der in der DDR groß wurde, und auch in der Bundesrepublik nicht kleiner, dient dem Fußball-Bundesligisten als Tuning. Der Trainer-Ruheständler gesellt sich zu Präsident Rolf Königs und seinen beiden Vize Reiner Bonhof und Siegfried Söllner. „Ich soll die Fraktion der Fußballfachmannschaft verstärken“, sagt Meyer.
 
Er weiß, dass er ein Joker war, der spät gezogen wurde. Weder Klub-Chef Königs, noch seine Vize Bonhof und Söllner können Zuhörer begeistern. Königs ist zu „speziell“, Bonhof zu „dröge“ und Söllner halt „Steuerberater“. Hans Meyer aber ist ein Schau-Talent. Stell ihn auf die Bühne, und er unterhält mit seinem Humor und seinen flapsigen Sprüchen jedes Publikum. Auch auf jeder Pressekonferenz schlüpft er schnell in die Rolle des Entertainers.

Jetzt aber will er nur noch den stillen Teilhaber geben. „Ich haben diese Bitte nicht angenommen, um in der Öffentlichkeit zu stehen.“ Hintergründiger Berater, der er zum Teil auch schon in den vergangenen Monaten war, im doppelsten Sinn des Wortes. Und das letzte Teil im Puzzle von Rolf Königs. Mit der Berufung bzw. Wahl von Hans Meyer (durch den Aufsichtsrat) hat er noch einen obendrauf gesetzt. Erfahrungen hat der 68jährige auch mit Rolf Königs aufzuweisen. Präsidiumssitzungen mit dem Klub-Chef hat Meyer genügend mitgemacht. Dabei sind nicht nur Wattebäuschchen geflogen. Königs hat sich also nicht nur mehr Kompetenz, sondern auch mehr Widerspruchsgeist in den Präsidiumskreis geholt. Der Sport kann dabei nur profitieren.

- Bernhard Kütter

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