Borussia: Den Drainagen sei Dank
Borussia übertrifft bereits zur Saisonhälfte grandios die eigenen Ziele und darf sich neue setzen
Und vorne ist seit seinem Amtsantritt das nächste Spiel. Die branchenübliche Plattitüde haben Mannschaft und Trainer mit Leben erfüllt. "Für uns war in der Rückrunde der letzten Saison jedes Spiel ein Endspiel", erläutert Mike Hanke diese permanente Fokussiertheit auf die allwöchentliche Aufgabe. "Das haben wir gelernt und verinnerlicht." Und mit dem 3:1-Sieg über den Tabellenführer trockneten bei Hanke & Co. auch die letzten Tränen. Zwei Mal den Rekordmeister geschlagen, 36 Punkte nach 18 Spieltagen: Das ursprüngliche Ziel, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben, ist schon zur Halbzeit grandios übertroffen.
Lucien Favre aber war immer noch angeschlagen. Seine physische Drainage hatte in Belek versagt und der 54-Jährige hatte die Grippe importiert. Das 3:1 sollte die beste Medizin gewesen sein, auch die letzten bösen Bakterien abgetötet zu haben. Auch die, die den Gladbacher Erfolgstrainer daran hinderten, allen Spekulationen um seine vorzeitige Demission mit einem schnöden Verweis auf seinen Vertrag (bis 2013) zu beenden. Im Trainingslager hatte er das versäumt, aber da hatten ja auch seine persönlichen Drainagen versagt…
- Bernhard Kütter
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